Samstag, 31. Januar 2026

Im Cafe, auf dem Tisch

 

Die Tasse in der Hand, fiel mein Blick wie zufällig auf das Cover meines Notizbuchs. Ich hatte mir noch nie Zeit genommen, mir diesen 2Euro-Flohmarkt-Kauf genauer anzusehen. Dem gewohnten Schriftbild folgend, sah ich zuerst die mit golden schimmerndem Staub bedeckten Flügel der Biene, die sich gerade von blauen Blüten erhob. Vergissmeinnicht. Ich musste unwillkürlich an meinen Sohn denken und bemerkte, dass das Insekt direkt auf einen Stempel zuflog, mit dem Aufdruck AUG. 22. Zweiundzwanzig Jahre alt war mein Sohn gewesen, als er an einem sonnigen Tag im August in den Bergen abstürzte. Das Cover hatte anscheinend mit mir zu tun. Rechts neben dem Stempel stand „Travel“, Reise. Auf einer Reise war er gewesen und auf einer Reise durch die Trauer befand auch ich mich seitdem. Unter diesem Wort schwebte eine Montgolfiere, der große, runde Ballon gehalten durch ein Netz und einen glitzernden Reif. Vielleicht war ich eine der beiden Personen, die sich von der silbergeflügelten Gondel tragen ließen. Darunter glitzerte das Wort „Writing World“ Daneben prangten wie aufgespießt zwei Schmetterlinge auf einem aufwendig verzierten Wappen. Eine Krone bildete den oberen Abschluss, verziert mit einem silbernen und einem türkisfarbenen Edelstein. Der kleine Schmetterling, ein gelbschwarzer Zipfelfalter, blieb innerhalb der Eingrenzung des Wappens, der untere war rostrot und türkis und ragte über den seitlichen Rand hinaus. War der kleine noch auf der Welt gefangen, während der große bereits entgrenzt war? Ihre Starrheit und Unbeweglichkeit galt es wohl zu erforschen, wie das Wort „Explore“ in der größten verwendeten Schrift nahelegte. Über alle Schriften, Muster und eine freundlich scheinende Sonne hatte sich das Wort ausgedehnt, so als ob es nichts Wichtigeres gäbe, als alle inneren und äußeren Welten zu erforschen. Die Vergangenheit wurde auch durch die alte Sütterlin-Schrift eingeführt, die ich noch in der Schule gelernt hatte. Während „Travel“ ohne besondere Betonung auskam, war die „Welt“ silbern herausgehoben. Das „Explore“ glänzte am stärksten und war von silbern schimmernden Punkten unterlegt.


 

Ich drehte das Notizbuch um. Hier fehlte aller Glitzer. Die Biene war offensichtlich weggeflogen, auch Krone und Wappen waren verschwunden. Dafür flatterten zwei lebendig wirkende Schmetterlinge wie befreit über allem hinweg. Das Wort „Explore“ war durch das Wort „Discover“ ersetzt worden. Es gab also immer noch etwas zu entdecken. Mit Leichtigkeit in Verbindung zu bleiben, das war es, was mich mein Notizbuch in diesem Moment lehrte.


Mittwoch, 21. Januar 2026

Die junge Frau


 

Sie war mir schon des Öfteren aufgefallen. Wobei es eigentlich ihr Hund war, der mir zuerst auffiel. Ein Hund in der Schule ist eine Seltenheit. Die junge Frau mit dem offenen Blick bewegte sich auffallend langsam und bedacht in der lauten und quirligen Umgebung. Ich war abgelenkt und machte mir keine Gedanken deswegen, den Grund dafür erkannte ich erst später. 

Kinder rannten mit und ohne Büchertaschen in die Pause. Wir warteten gemeinsam im still gewordenen Vorraum des Klassenzimmers, als sie mich ansprach und fragte, ob ich Lehrerin sei oder Schulbegleitung. „Das zweite...“, antwortete ich. Mit einem Blick auf den großen, schwarzen Labrador, der angeleint neben ihr saß, sagte ich: „Wir hatten auch einen Therapiehund in der letzten Schule.“ „Das ist sowas ähnliches wie ein Therapiehund, ein Assistenzhund“, meinte sie, „der ist für mich da.“ Das Tier sah sie an und wedelte mit dem Schwanz. In der kurzen Pause, die eintrat, traute ich mich zu fragen: „Und wofür brauchen Sie den Hund?“ Sie lächelte leicht. „Ich studiere Lehramt und habe ADHS und Asperger, verbunden mit einer Essstörung, da hilft mir Panino.“ Ich sah sie nachdenklich an: „Es muss schwierig sein, das immer wieder erzählen zu müssen.“ Der Hund trug eine Art Mantel mit dem Aufdruck ‚Therapiehund‘. „Ja“, meinte sie, „mit Kindern ist das nicht das Problem, die fragen immer, darf ich den streicheln. Aber Erwachsene, da frag ich mich oft...“ Ihr gesenkter Blick hob sich und ihr Gesicht hellte sich wieder auf, als sie erzählte: „In der Uni und auch hier in der Schule ist das kein Problem. Er kann überall mit hin. Wir haben eine Sondergenehmigung.“ „Wie gut, dass diese Krankheitsbilder immer mehr von der Gesellschaft wahrgenommen werden, aber das ist ja erst der Anfang.“ „Das stimmt. Ich schätze oft so für mich ein, wie kann mein Gegenüber das einordnen und je nachdem sage ich was dazu oder nicht.“ 

Der Gong unterbrach unser Gespräch, Kinder strömten aus der Pause zu den Klassenzimmern, die Räume wurden aufgesperrt. Wir lächelten uns zum Abschied zu und standen auf. Erst da sah ich, wie schmal ihr Becken war, wie erschreckend dünn Arme und Beine, geschickt unter weiten Ärmeln und Hosen verborgen. Einer von vielen Menschen an dieser Schule, der eine besondere Geschichte hatte.

Montag, 12. Januar 2026

Das Fundstück

 

  

 

Als visueller Mensch entgeht mir wenig. Wie von selbst lese ich alle Schriften im öffentlichen Raum und entdecke verlorene Dinge, die als einsames Strandgut die Stadt bevölkern. So fiel mein Blick auf dem Weg zur U-Bahn auf dieses Foto. Es lag auf seitlich auf dem Gehweg. Natürlich hob ich es auf. Seitdem liegt es auf meinem Küchentisch und ruht sich aus. Ich habe im Lauf meines Lebens gelernt, loszulassen und so bedränge ich es nicht mit Fragen nach dem, was es der Welt zeigt. Ich begnüge mich damit, dass ganz viel Licht auf seiner glänzenden Oberfläche zu sehen ist. Natürlich gibt es auch Dunkelheiten, wie sie in allen Momentaufnahmen unseres Daseins aufscheinen. Undeutlich weiche Ränder gestalten die Übergänge zwischen Licht und Schatten. Rosa, blau und weiß tragen dazu bei, dass ich ab und zu in einer der Bildecke eine Landschaft zu erkennen glaube, mit zartem lila Hintergrund. Im Vertrauen darauf, dass dieses Foto auch nur besehen werden will wie wir alle, freundlich und ohne Wertung, lasse ich es bei mir wohnen und versuche, ihm gerecht zu werden. Eine andauernde Übung, es einfach sein zu lassen. Manchmal scheinen die Farben sich zu verändern. Das Licht strahlt an besonders dunklen Tagen heller. Ich glaube, es fühlt sich wohl.

© BarbaraBiegel2026 

Mittwoch, 31. Dezember 2025

Hommage

 

Der Film „perfect days“ von Wim Wenders, den wir gemeinsam im Kino gesehen haben, kommt in der ARTE Mediathek. Ich schaue ihn mit deinen Augen an.

In der ersten Szene erhebt sich der Mann am Morgen, rollt das Futon zusammen und stapelt Bettzeug und Matratze in einer Zimmerecke. Ich hörte dich im dunklen Kinosaal neben mir murmeln: „Ohne lüften und ausschütteln! Geht gar nicht.“ Du mochtest den Filmbeginn, wie du mir später sagtest, die einfachen Handgriffe, die der Mann Tag für Tag ausführte, bis hin zum täglichen Besprühen der selbstgezogenen Zimmerpflanzen. Du hast dich in ihm wiedergefunden, in dem morgendlichen Ritual, dem Aufbruch zur Arbeit, in den aufgereihten persönlichen Gegenständen auf dem Brett an der Tür, inklusive der Armbanduhr, all das hat zu dir gepasst. Die schlichte, etwas ärmliche Umgebung, die Liebe zu den aus der Zeit gefallenen Musik-Kassetten. Beim morgendlichen Losfahren wählt der Mann eine Kassette, legt sie in das Kassettendeck des Autos ein und in der Dämmerung taucht zu „There is a house in New Orleans“ der hohe Turm der Stadt auf. Ein Turm aus Stahl und Glas, so einen gibt es auch in deiner Stadt. Musik legt sich über die Straßen und Gebäude Tokios bis zum ersten Arbeitsort. Das Umschnallen der perfekt gepackten Tasche samt Schlüsselbund und Arbeitsutensilien. Mit der bloßen Hand hättest du den Müll in der Toilette nicht aufgehoben, aber den täglichen Blick in die vom Wind bewegten Baumkronen hättest du geteilt. Auch das Hingezogen-Sein zu Kindern, die immer kamen, wenn du Musik gemacht hast, mit ihren neugierigen Blicken und Fragen. Der Mann betritt den Park, nicht ohne sich am Eingang zu verneigen, und nimmt auf einer Bank sein Vesperbrot zu sich. Mit einer altmodischen Olympus-Kamera fotografiert er nach oben in die Baumkronen. Er bemerkt einen kleinen Baumsetzling und nimmt ihn in einer gefalteten Tüte aus Zeitungspapier mit nach Hause. Das Fürsorgliche des Mannes wird sichtbar, du hättest ebenso wie er gelächelt, als eine Gruppe Kindergartenkinder an einer Ampel die Straße überquert. Der kleine Baumsetzling wird vorsichtig in einen Tontopf umgesetzt, der Overall ausgezogen und es geht mit dem Fahrrad weiter, deinem liebsten Verkehrsmittel. Ziel ist das öffentliche Bad. Eine Männerwelt, in der Wasser und Reinigung eine große Rolle spielen. Am Abend wird gelesen, mit deiner rundlichen Brille, bis die Müdigkeit kommt. William :-) Faulkner. Nachts Träume von einer Kinderhand in der Hand eines Alten, dazu Bewegung. Nicht leicht zu dechiffrieren, wie deine eigenen Träume. Und wieder ein Lied, das du auch gesungen hast: Sitting on a dock of a bay, wasting time. Dann geht der Mann Beziehungen ein, verleiht Geld, lässt sich ausnutzen. Das hätte auch dir passieren können, oft haben dich Menschen für ihre endlosen Geschichten missbraucht, ohne nach deinem Leben zu fragen. In manchen Dingen warst du wie aus der Welt gefallen, hast auf die Qualitäten des Alten vertraut, auf die Freundlichkeit der Leute, hast Brot auf den Gusseisenplatten des Herds getoastet, wolltest nur Räder mit Stahlrahmen und ohne Stoßdämpfer gelten lassen, hast Gemüse und Obst nur saisonal gekauft. Im Film kommt der ganze Schmerz der Vergangenheit hoch, als Familienmitglieder auftauchen. Der Mann weint und etwas löst sich, Unruhe macht sich breit, Worte fließen. Bier und Zigaretten helfen auch hier nicht, ein krebskranker Mann bringt ihn mit dem Tod in Berührung, er sagt: „Es gibt so vieles, was ich nicht begriffen habe, und schon ist alles vorbei.“ „Its a new dawn, its a new day, its a new life for me – and I’m feeling good”, tönt es während der Autofahrt. Da lacht der Mann und freut sich, als er das hört, dann weint er wieder und dann fasst er wieder Mut. Das Leben geht weiter. Zumindest im Film, da hört es nie auf.

Ein gutes neues Jahr!


Donnerstag, 25. Dezember 2025

Rauhnächte


 

 

 

Es waren einmal zwei junge Frauen, die in zwei weit auseinanderliegenden Städten wohnten und sich schon lange nicht mehr gesehen hatten, weshalb sie beschlossen, sich einen Tag vor Weihnachten zu treffen, bevor sie zu ihren Familien weiterreisten. 

Es ergab sich, dass die eine, die dunklere von beiden, sich zu der helleren aufmachte, weil sie diejenige war, die ein Fahrzeug hatte. Sie kam auch glücklich in der mittelalterlichen Stadt mit der Steinernen Brücke an und die beiden freuten sich, einander zu sehen. Sie hatten sich so viel zu erzählen, dass sie erst weit nach Mittag zu einem Spaziergang aufbrachen. 

Ihr Ziel war ein tempelähnliches Bauwerk, das sich auf einem bewaldeten Hang hoch über dem Strom der Gegend erhob. Dicht lag Nebel über allem und man konnte nur wenige Schritt weit sehen. Anfangs war noch das Brausen des Wassers zu hören, doch bald verschluckte der Nebel jedes Geräusch und nichts war vernehmbar bis auf die Rufe der Vögel, die alle Welt vor den beiden Menschen warnten. Ein Pfad führte in vielen Windungen zum Fuß einer Treppe. Stufe für Stufe ging es höher, bis die mächtigen Säulen eines Gebäudes aus dem Nebel aufragten. Stimmen und schattenhafte Gestalten ließen sie innehalten. Ein Wesen, ganz in Weiß gekleidet, erschien vor ihren Augen, gefolgt von einem dunklen Schatten. Die beiden Frauen entspannten sich, als sie erkannten, dass es sich um ein Hochzeitspaar handelte, das, er im schwarzen Anzug, sie trotz der Kälte im ärmellosen Brautkleid mit Schleier, für einen Fotografen posierte. Die jungen Frauen gingen weiter zum Eingang des Gebäudes, wo ein Wächter Eintrittsgeld von ihnen verlangte. Sie betraten die weite Halle, in der steinerne Portraits und Tafeln auf sie herabblickten wie aus längst vergangenen Zeiten. Auf einmal war zu hören, wie das große Eingangsgitter herabgelassen wurde. Sie nahmen wahr, dass sie die letzten Besucherinnen der Halle waren und eilten zum Ausgang, der wirklich bereits geschlossen war, und sie riefen nach dem Wächter. Brummig und unwillig, weil er ihretwegen seine Arbeitszeit hatte ausdehnen müssen, holte er einen riesigen alten Schlüssel und sperrte ein kleines Türchen auf, durch das sie hinausgelangen konnten. 

Es dämmerte, als sie den Wald von neuem betraten und nachdem sie sich mit Hilfe eines bläulich schimmernden Gegenstands orientiert hatten, wählten sie aus der Vielzahl der Wege ihren Rückweg aus. Es war, als hätte der Nebel zusammen mit der Dunkelheit inzwischen alles verschluckt, selbst die Baumstämme, die sich nur zögerlich seitlich zeigten. Schweigend liefen sie und waren froh, als plötzlich ein Gemäuer mit einer Türe auftauchte, über der ein beleuchtetes Schild hing. Fahl warfen Fenster helle Vierecke auf das Pflaster. Die jungen Frauen sahen einander an und beschlossen, die wenigen ausgetretenen Stufen emporzusteigen, öffneten die Türe, fanden sich in einem Gang wieder und traten in die erste der abgehenden Türen ein. Glücklich fanden sie so die Gaststube. Kein Mensch befand sich darin, in der Küche hinter der Theke war es dunkel. Unsicher setzten sie sich an einen Tisch, auf dem ein Teller mit einem rotbackigem Apfel lag, als eine alte Frau die Stube betrat und ihnen freundlich Bescheid gab, Essen gäbe es noch keines, aber sie könnten etwas zu trinken haben. Dankbar bestellten sie Tee. Die alte Frau bediente sie, zog dann eine Jacke über, nahm eine Taschenlampe zur Hand und verkündete, sie würde sich jetzt auf die Suche nach ihrer verschwundenen Gans machen, sie könnten zahlen oder warten, bis sie wiederkäme und mit dem Kochen begänne. 

Da verabschiedeten sie sich schnell und sprachen draußen miteinander über alles, was ihnen bisher begegnet war: der zaubrische Nebel, das Hochzeitliche Paar, der zwergenhafte Wärter, die alten versteinerten Weisen, die alte Frau in dem einsamen Haus mit dem Apfel auf dem Tisch, und sie fragten sich, was ihnen wohl noch begegnen würde. Doch sie fanden den Rückweg in die Stadt ohne Schwierigkeiten und ohne, dass jemand ihren Weg kreuzte. 

Auch in den mittelalterlichen Gassen herrschte Nebel. Die ungezählten Lämpchen der Weihnachtsbeleuchtung erzeugten trotz allem das Gefühl von Geborgenheit. Niemand war unterwegs, so dass die jungen Frauen sofort stehen blieben und lauschten, als sie in einiger Entfernung wiederholt tiefe Klopfgeräusche und Stimmen hörten. Vorsichtig bewegten sie sich durch wenige Häuserreihen darauf zu, bis sie am Ende einer schmalen Gasse auf einen Platz traten, auf dem riesige gehörnte Gestalten, die mit großen Knüppeln und Stecken gegen das Pflaster stießen, sich auf sie zu bewegten, wobei manche ihrer Augen grün leuchteten und Felle und Mäntel schwer über den Boden streiften. Starr vor Schreck standen die beiden Frauen und dachten, sie wären am Ende zur Gänze in einem Reich gefangen, in denen Zwerge, Hexen, Könige und Geister die Macht hatten, als sie sahen, dass sich hinter den Gestalten eine Menge auf den Platz ergoss, die das Ganze als feierliches Spektakel anzusehen schien. Die Leute lachten und liefen kreischend davon, wenn sich eine der Gestalten aufmachte, sie mit einem Knüppel zu verfolgen. Feuerakrobaten, die sich unter die Menschen gemischt hatten, gaben dem ganzen ebenfalls einen eher festlichen Charakter. „Es ist Thomastag!“, rief die helle der Frauen. „Heute ist Wintersonnwende. Die Perchten läuten die Rauhnächte ein!“ Mittlerweile hatte der seltsame Zug auf der Mitte des Platzes einen Kreis gebildet, dahinter reihten sich die Zuschauer, die beiden jungen Frauen hatten sich, angezogen von der magischen Stimmung, in die erste Reihe geschoben. Die Perchten gingen auf die Leute los, riesige aufgespannte Flügel zitterten, Totenköpfe leuchteten, spitze Ohren und krumme Nasen verschwammen beim Tanzen mit fliegenden Fellstreifen. Die Erscheinungen waren furchterregend und alle erschauerten bei ihrem Anblick. 

Die jungen Frauen gaben sich die Hand und lösten so den Bann, schlüpften durch den Ring der Menge, eilten durch die Gassen zurück zum Fluss und kamen bald an jenem Ort an, von dem aus sie sich in das Abenteuer dieses Abends begeben hatten. Dort umarmten sie sich und beim Verabschieden griff die helle junge Frau in ihre Jackentasche und hielt ihrer Freundin den roten Apfel aus dem Wirtshaus hin. Die nahm ihn und schenkte die blaue Feder zurück, die sie am Ufer des Flusses gefunden hatte. Dann trennten sie sich und lebten weiter glücklich bis ans Ende ihrer Tage.