Dienstag, 21. Oktober 2014

Nach dem Gastspiel...

Ein offenes und interessiertes Publikum, einige gute Gespräche, positives Feedback zu den Filmen und das alles in der angenehmen Atmosphäre des Ateliers von Nicola Graefe - ich bin sehr froh, an dieser Ausstellung teilgenommen zu haben!


Blick aus dem Atelierfenster, Nicola hat Blüten aufgefädelt



Ergeben haben sich: ein Tauschgeschäft mit einem Künstlerkollegen, den ich über zehn Jahre nicht gesehen habe, einige Workshops mit Holunderaugen und die Aussicht auf drei konkrete Filmabende.
Da sich so viele Leute ein bis zwei Holunderaugen aussuchten, darf ich Einiges nachproduzieren, was ich besonders gern mache als Ausgleich zur Bildschirmarbeit.


"Take care" - Holunderauge



Das Wichtigste aber ist die Energie, die das Wochenende bei mir hinterlassen hat, ein Geben und Nehmen zwischen Künstlerin und Besuchern/Besucherinnen.

Sonntag, 19. Oktober 2014

Als Austellungsgast bei Nicola Gräfe in Fürth bei Gastspiel

Gestern der erste, heute der zweite Ausstellungstag bei Nicola Gräfe in Fürth/Bayern im Rahmen des Gastspiels - bevor ich aufbreche, einige Impressionen vom gestrigen Tag, morgen mehr!






Links gibt es Sitzgelegenheiten, um je zwei bis drei Filme im Loop anzusehen und über Kopfhörer der Tonspur zu folgen, rechts und unter dem Fenster sind meine Holunderholzaugen ausgebreitet.





Hier ein Blick ins Atelier von Nicola und vor der großartigen Wand alter Leimwalzenspuren zwei ihrer Papierlichtobjekte.
Ich freue mich auf den zweiten Tag!

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Ausstellung

Ich habe gerade die Generalprobe für meine Ausstellung am Wochenende beim Gastspiel vom Kulturring C in Fürth erfolgreich hinter mich gebracht! Vier kleine DVD-Player stehen nebeneinander auf einem Brett, daneben je ein Kopfhörer, davor am Boden je ein Papphocker - und auf jedem Bildschirm läuft ein anderer Film von mir, jeder mit seiner besonderen Farbigkeit und eigenen Art des Geschichtenerzählens, ein schöner Anblick! Bald gibt es ein aktuelles Foto an dieser Stelle!

Weiterhin freue ich mich über die Rückmeldungen über meinen ganz persönlichen Abschiedsfilm für meinen Sohn, der nicht gelistet auf youtube veröffentlicht wurde.
Am besten gefällt mir das Zitat: Ich musste ihn dreimal hintereinander ansehen, weil ein Tränenweichzeichner für Schleiereffekte gesorgt hat...




Dieses Foto kommt unter Anderen vor und hier ist vielleicht die Gelegenheit, zu erklären, dass das Holz eine Holunderscheibe ist und das Loch daher kommt, dass das weiche Mark entfert wurde - es sollte nicht der Eindruck entstehen, dass es ein schmerzhaftes Durchstechen war, das das Loch hervorrief, sondern dass die Scheibe ein Hort für den Federkiel ist, wie eine Halterung, um vielleicht eine neue Geschichte zu schreiben ...

Dienstag, 14. Oktober 2014

Berlin

Bei der Rückfahrt aus Berlin nach Hause sehe ich aus dem Zugfenster große leuchtende Wattewolken vorbeifliegen, für ihre Größe ungewöhnlich schnell und kompakt, später werden sie in allen Grau-, Gelb- und Rosatönen angestrahlt werden...
Ein Tag in Berlin liegt hinter mir, als Regisseurin war ich bei der Pressekonferenz von ProQuote eingeladen und war ins Arsenal-Kino im Sonycenter gefahren, um die Frauen zu unterstützen, die eine paritätische Besetzung in Gremien und Filmfördereinrichtungen fordern, um eine vielfältigere Sicht auf die Welt zu ermöglichen. Ich traf auf sehr unterschiedliche, sehr sympatische Frauen, sehr engagiert, die gut vorbereitet und differenziert für ihre Sache eintraten.
Eigentlich hatte ich vor, mich inhaltlich zu Wort zu melden - zum Beispiel hätte ich sagen wollen: ich mache Filme und ich bin auch hier: für die Erde! Denn ich bin überzeugt, dass mehr Filme von Frauen auch andere Geschichten von Menschen und ihren Lebensbedingungen erzählen und somit indirekt auch zu mehr Bewusstsein über unseren Umgang mit der Erde beitragen würden. Die Fakten sind ja bekannt und was fehlt, ist die Berührung der Herzen der Menschen, um zu einer Gesundung der Erde in Verbundenheit beizutragen.
Die inhaltliche Ebene war aber gar nicht so sehr das Thema, sondern eher die Strukturen, die eine Beteiligung von Frauen erschweren, weshalb ich mein Anliegen erstmal zurückgestellt habe.


Dienstag, 23. September 2014

Pieta

Eine Pieta mit silbrig-spirituellen Tränen - Ausgangspunkt für einen zukünftigen Film?



Donnerstag, 4. September 2014

Mittwoch, 3. September 2014

Die Wolkendecke



Die Wolkendecke deckt mich zu, mich Erde, mich Mutter, sanft.






An manchen Tagen stehe ich am Berg und suche nach dir, mein Sohn. Wo bist du? 

Dann erscheinen die Wolken fern und ich finde keinen Trost, kein Verstehen. Dann sucht mein Blick nach Vögeln, den Boten aus der Zwischenwelt. Sind sie dir näher als ich? Das Anfangsgefühl, ich hatte dich in mir als große Kraft und Ruhe, weicht zunehmend der Traurigkeit darüber, dass du nicht mehr da bist.
Ich suche in mir und außerhalb nach Zeichen deiner Anwesenheit, nach Spuren und schreibe in der Hoffnung, das Ausgedrückte zeige dich oder auch den Sinn in Allem. 





Zum 18. Geburtstag hatte ich dir eine Karte geschickt mit einer leuchtenden Wolke über gekräuselter Fläche, alles ganz weit mit großem Himmel, damals wusste ich schon, wie sehr du das mochtest und hatte nicht die leiseste Ahnung, wie wichtig für mich dieser Blick in die Weite nach deinem Tod noch werden sollte.